Monday, March 26, 2007

Letztes Mal aus Suedafrika

Hi Loitz



Dies wird wohl mein letzter Bericht aus Sueafrika sein und mit ihm neigt sich auch eine unvergessliche und erlebnisreiche Zeit zu Ende. Die letzten zwei Monate genossen wir hauptsaechlich mit vielen Surfsessions und zwei laengeren Trips an die Suedkueste. Dabei entdeckten wir neue Spots, an denen wir den Wind oftmals ganz fuer uns alleine geniessen konnten. Beim Herumreisen kamen wir auch immer wieder wunderschoenen Orten und verlassenen Straenden vorbei und vertrieben uns die Abende oftmals mit ausgedehnten Braais (Grillpartys).










Und wenn beim Rumreisen der Dave wieder mal mit 120 Sachen ueber Dirt-Roads faehrt, dann gehoert auch mal ein platter Reifen mitten in der Pampas zur Tagesordnung. Uebrigens mussten wir rund 50 Km nach dieser Panne auch gleich noch das Vorderrad auswechseln, gut gemacht, Dave...


Ein wunderschoener Ort an der Suedkueste war Hermanus, normalerweise bekannt als Beobachtungsort fuer Wale. Da die Walsaison jedoch seit laengerem vorbei war und der Wind blies, machten wir uns sofort auf die Suche nach einer Lagune. Fuendig wurden wir gleich in der Naehe und nur zu zweit auf dem Wasser hatten wir unendlich Platz, um uns so richtig auszutoben. Nach der Session bemerkten wir allerdings das Schild, welches auf schlechte, ja giftige Wasserqualitaet hinwies. Gluecklicherweise blieben weder Bauchkraempfe noch laengere Aufenthalte auf der Toilette aus.






Weiter oestlich entdeckten wir dann einen wahren Traumspot namens Whitsand. Absolut flaches Wasser zum Freestylen bot hier viel Platz zum Rumspielen. Auch hier erfuhren wir spaeter, dass der Spot nicht gerade ungefaehrlich war. Zwar absolut sauberes Wasser, dafuer sollten sich gemaess Einheimischen einige Bullenhaie darin aufhalten. Aber auch hier blieben wir gluecklicherweise unversehrt.






Leider haben die Windmaschinen allmaehlich den Geist aufgegeben und wir verbringen nun die letzen Wochen noch mit ein wenig Alternativprogramm und Sightseeing. Zudem hatte ich mir bei einer Wavesession in Cape Town mein Knie verdreht und dadurch ist das Windsurfen sowieso in den Hintergrund gerueckt und ich kann meine Sachen schon bald packen. Ich hoffe jedoch stark, dass die Sache wieder ausgeheilt ist, bis ich in der Schweiz zurueck bin, denn es soll ja geschneit haben…





So geniessen wir die letzte Zeit nun noch in Langebaan mit einigen Freunden, die wir auf den Reisen kennengelernt haben. Zudem waren noch Kollegen aus der Schweiz hier, mit denen wir einiges um Langebaan herum unternahmen und erlebten. Ab und zu machen wir noch ein paar Ausfluege nach Cape Town, um das Stadt- und Nachtleben zu geniessen. Und wenn wieder einmal Wellen angesagt sind, kann man sich auch ohne Wind genuegend austoben auf dem Wasser, wie zum Beispiel bei einer Surfsession bei Sonnenuntergang.






Also dann, nun wage ich bereits die woerter „bis bald" zu schreiben, denn bereits am 3. Aprill werde ich wieder in der Schweiz sein. Zum Einen natuerlich traurig, da eine so unvergessliche Zeit nun so bald zu Ende geht, zum anderen aber auch mega gluecklich, euch alle wieder zu sehen und ein Bierchen mit euch zu trinken.




Bis dann, euer Dani.























Monday, March 12, 2007

Haarige Loesung

Gruss vom Robinson

Die Sache mit den Baerten kam uns nach ein paar Bierchen zuviel etwa Mitte Dezember in den Sinn. Beide, das heisst mein Mitbewohner Gareth und ich, voellig ueberstrapaziert vom staendigen Rasieren, beschlossen, unere Gesichtspartie mal so richtig zuwachsen zu lassen. Der erste Teil der Wette besagte, dass derjenige, der sich zuerst rasiert, eine Flasche Whiskey spendieren muss. Der zweite Teil beinhaltete, dass nach der Rasur der Schnauz bestehen bleiben und dann am naechsten Tag mit der Gesichtsverunstaltung unterrichtet werden soll. Als der Moment dann kam, da ich kein Morgenessen mehr zu mir nahm, weil die Essensreste vom Vorabend noch im Bett aus meinem Bart zu picken waren, beschloss ich, dem Gesichtsdesaster ein Ende zu bereiten und bereitete mich auf eine Langzeitrasur und einen Whiskeykauf vor. Wie es der Zufall so wollte, rettete ich am selben Tag einen Kitesurfer, der mitten in der Lagune seinen Kite nicht mehr starten konnte und am Beach half ihm Gareth beim Aussortieren der Leinen. Auf die Frage, wie sich der Kitesurfer nun revanchieren koennte, kam meine Antwort ziemlich schnell, mit einer Flasche Whiskey.
So verunstalteten wir noch am selben Abend mit groesster Zufriedenheit unser Bad in ein ziemliches Haarchaos. Hier noch das Resultat:

Vorher:


Nachher:




Tja, die Reaktionen meiner Schueler waren natuerlich von ziemlich schiefen Blicken gekennzeichnet, aber der ganze Tag war sehr amuesant.
Und die Flasche haben wir natuerlich ehrenvoll geleert und anschliessend einen sehr lustigen Abend in einem Club verbracht....
Uebrigens haben Dave und ich in den letzten Wochen ein paar Kurztrips an die Suedkueste und nach Cape Town unternommen. Weiteres folgt.
Euer Dani.

Wednesday, February 07, 2007

Endlich Ferien

Ja hallo wiedermal


Sorry, mein letzter Blogeintrag scheint wohl schon zu lange zurueck. Erst einmal will ich euch sagen, dass es mir wirklich gut geht und hoffe natuerlich, dass ihr dies auch von eurer Seite behaupten koennt. Dave und ich haben Ende Januar den Arbeitsplatz verlassen und geniessen fortan nur noch die geilen Surfbedingungen, das Herumreisen oder ein paar chillige Momente in Langebaan. Wenn sich der Wind versteckt, dann gehen wir auch ab und zu wieder mal mit dem Boot in die Lagune raus um uns dem gnadenlosen Kampfe mit den Haien auszusetzen...



Die Zeit um den Jahreswechsel war leider sehr stressig und wir hatten vorallem in der Vermietstation und beim Unterrichten viel zu tun. Zudem kam nicht wirklich Weihnachtsstimmung auf, denn die Temperaturen waren ziemlich hochsommerlich. Wir wurden dann jedoch spontan von Big Al und seiner Familie zu einer Weihnachtsfeier eingeladen, welche uns zuerst ein wenig Heimatgefuehl mit ein wenig Familienzusammengehoerigkeit brachte und uns danach mit Alkohol am Strand die suedafrikanische Weihnachtsstimmung vermittelte.





Im Januar durften wir endlich mal wieder ein paar Bekannte in die Arme schliessen. So verbrachten Priska und mein Bruder eine Woche ueber Neujahr hier in Langebaan. Der Uebertritt ins neue Jahr verlief vermutlich aehnlich wie bei euch. All die guten Vorsaetze sind meistens bereits mit dem Kater beim ersten Erwachen im neuen Jahr zunichte. Kurz danach liess sich noch Lucki Kunz bei uns nieder. Ich denke und hoffe, dass die Gaeste den Aufenthalt trotz meiner beschraenkten Freizeit geniessen konnten und dass Lucki seinen Double Brandy Coke Konsum wieder etwas verringern konnte...




Zum Schluss noch ein bisschen Action vom Wasser und von der wunderschoenen Abendstimmung in Langebaan.



Uebrigens habe ich noch eine Wette verloren. Des haarigen Raetsels Loesung kommt schon bald... Hier mal ein erster Vorgeschmack.





Also dann, machts gut und auf bald, Dani.


Sunday, November 12, 2006

Strandgenuss und Wasserlust

Salue Leute

Hier sind wieder einmal ein paar Bildchen, welche meine momentanen Aktivitaeten neben dem harten Arbeiten zeigen... Mittlerweile ist auch meinerseits ein kleines Alltagsgefuehl entstanden. Langebaan ist halt nicht allzu gross und dementsprechend wurden die anfangs speziellen Sachen ziemlich rasch alltaeglich. So geniessen wir Leute vom Center untereinander die Zeit und versuchen, die freien Stunden an wunderschoenen Orten interessant zu gestalten. Tja, was gibt es schoeneres, als den Sonnenuntergang mit einem Bierchen und tollen Leuten zu geniessen, und wenn der Dani dann noch ein Velo hat...



PS: ich bin uebrigens nicht Vater geworden... Das sind Allens (der Kerl mit dem Hai) Kinder.


Wenn der Wind jedoch pfeift, bleiben wir oftmals bis Sonnenuntergang auf dem Wasser und geniessen die Weiten der Lagune.







So laesst es sich leben, nicht wahr...



Um dem Alltag ab und zu mal zu entfliehen und mal andere Sachen zu geniessen, fuhren David und ich fuer zwei Tage nach Cape Town. Dieser Bericht kommt schon bald.
Gruss, Dani.

Thursday, November 02, 2006

Liebe Freunde

Hier bin ich wieder einmal, immer noch kerngesund und nach einem Kapitalsturz bei Starkwind (verdrehte mir mein Problemknie) auch immer wieder auf dem Wasser, wenn es der Wind zulaesst. Leider hatten wir in den letzten Tagen mehr Nass von oben als Pfeifen in den Ohren. Aber die naechste Woche sollte eigentlich ziemlich gut werden.

So muss man halt ab und zu nach dem Wind Ausschau halten.



Aber wenn man mal einen freien Tag ohne Wind hat, kann man sich auch ganz gut mit anderen Abenteuern beschaeftigen, wie zum Beispiel einem Hochseefischen. Allen, der bei uns im Shop des Centers arbeitet, und sein Kollege Nicki nahmen David und mich mit auf ihr Schiff. Ich hatte dabei zum allerersten Mal eine Angelrute in der Hand und des tuechtigen Anfaengerglueck schlug voll ein, da ich gleich den ersten Fisch herauszog. Danach herrschte allerdings fuer laengere Zeit Flaute, welche wir im Stile wahrer Fischermaenner mit einigen Biers ueberbrueckten...

Doch ploetzlich zerrte es mich fast ueber Bord und ich konnte nur mit Muehe beginnen, das Ding an meinem Haken reinzuziehen. Leider entwischte der Fisch nach kurzer Zeit wieder und biss gleich an Allens Haken an. Seine Rute war viel stabiler als meine und als Koeder haengte er gleich ganze Fische an den Haken. So gelang es ihm dann auch, diesen Haifisch (der zuvor wohl an meiner Angel dran war) hochzuziehen. Wir liessen ihn dann jedoch wieder ins Meer, da das Fleisch anscheinend nicht schmecke.



Aber so ueber den ganzen Tag gesehen, muss ich eingestehen, dass wir wesentlich mehr Bier, Brandy und Vodka tranken, als Fische fingen. Vor allem Allen und Nicki kannten ihre Grenzen nicht ganz und fielen dann auch mal ins Wasser, waehrend sie den Haken rauszuschwingen versuchten. David und ich warteten nur noch auf den Augenblick, einen Haken in unseren Mundwinkeln zu spueren.

Auf den naechsten Bildern sind noch einige Mitarbeiter vom Kitesurfen, Windsurfen, Shop und der Vermietstation abgebildet. Gareth ganz links auf dem naechsten Bild ist ein Neuankoemmling aus England, der sehr viel Erfahrung im Kitesurfteaching hat. Ihn erwaehne ich im Speziellen, da ich aus dem alten Heim ausgezogen bin (zu fuenft ein Dreizimmerhaus war einfach zu viel...) und nun eine gemuetliche kleine Wohnung mit ihm teile.


Dies ist mein Boss, mit dem ich oft meine abendlichen Surfsessions bis Sonnenuntergang mache. Er hat sehr viel Erfahrung im Windsurfen, wovon ich jedes Mal wieder profitieren kann.



Und zum Schluss moechte ich euch noch ein paar Beachimpressionen aus dem Nationalpark zeigen, und euch damit mit lieben Gruessen etwas Waerme in die Schweiz schicken.

Machts gut und bis zum naechsten Mal, Dani.

PS: Hoffe, dass wir demnaechst eine Photosession auf dem Wasser machen koennen, um euch mal ein paar Surf- und Kiteimpressionen zu schicken.


Sunday, October 08, 2006

Eingelebt

Hallo zusammen

Die Reise in die suedliche Hemisphaere wurde doch nicht so angenehm, wie es in Zuerich den Anschein machte (ich konnte dort schliesslich 65 kg kostenlos einchecken...). Mir wurde beim Abflug in Zuerich mitgeteilt, dass das ganze Gepaeck direkt nach Capetown durchgecheckt wird. Als ich jedoch bereits in Johannesburg die Passkontrolle durchschreiten musste, sah ich ploetzlich mein ganzes Surfequipment und die Taschen in der Gepaeckhalle liegen. Etwas frustriert und nach laengerem Erkunden, was da los sei, musste ich dann den muehsamen Weg (ca. 1km) in die Abflugterminals fuer Inlandfluege auf mich nehmen. Ein lokaler Fernsehsender setzte noch einen drauf, indem sie mich, unter schallendem Lachen filmten, wie ich mich einem voellig ueberladenen Lastesel gleich mit meinen 65 kg umherkaempfte. zum Glueck halfen mir nach einiger Zeit zwei porters, deren Freundlichkeit sich jedoch schlagartig aenderte, als ich ihnen mitteilte, dass ich keinen einzigen Rand (suedafrikanische Waehrung) bei mir hatte und auch sonst finanziell ziemlich ausgeschossen war. Beim Wiedereinchecken fuer den Weiterflug wollten die Leute beim Check-In natuerlich Kohle fuer das Uebergewicht des Gepaecks. Mein Frust erreichte mittlerweile den Zenit und so setzte ich mich irgendwie durch und sass erleichtert im Flugzeug nach Capetown. Dort klappte dann alles wunderbar und ich wurde von Antony, meinem Chef, und David (Kitsurflehrer) abgeholt und nach Langebaan gebracht.
Dort lebten wir uns dann auch sehr gut ein, konnten unser Miethaus beziehen, das die Surfschule uns bereits organisiert hat, und bekamen Bikes als Fortbewegungsmittel zur Verfuegung gestellt. Leider stellte am naechsten Tag fest, dass der Transport des Surfmaterials ein kleines Loch in einem meiner Boards mit sich brachte und zusaetzlich noch meine Digi-cam kapput war. Das Surfboard konnte ich bereits sehr guenstig reparieren und wies mit der Digi-cam weitergeht, weiss ich noch nicht so genau.
Aber ansonsten bin ich wohlauf und mit den tollen Mitarbeitern laesst sich auch die Zeit neben dem Arbeiten und dem Surfen ganz gut verweilen...

Mit einigen pics will ich euch noch einen kleinen Einblick in mein Leben hier in Langebaan geben:

Dies ist unser nettes Haeuschen, das wir momentan zu viert bewohnen, das heisst, mit den beiden Kitelehrern David (Schweiz), Paul (UK) und Felicita aus Deutschland, welche hier im Surfshop arbeitet. Das Haus liegt an herrlicher Lage, was unschwer auf dem zweiten Photo zu erkennen ist. Sehr nahe am Meer (ist eine herrliche Lagune) und taegliche Sonnenuntergaenge inklusive. Die Grillstelle direkt beim Haus haben wir selbstverstaendlich bereits mit einer Sause eingeweiht.




Hier ist unser Arbeitsplatz und die Aussicht von der Surfstation in die Langebaan Lagoon, wo man beim Windsurfen auch gleich eine Safari durch den Nationalpark mit Seehunden und diversen Voegeln inklusive bekommt. Und was jetzt kommt, ist kein Witz. Kuerzlich stuerzte ein Windsurfer ziemlich kurios, weil er mit Vollgas in einen auftauchenden Wal raste. Dieser trug wahrscheinlich nur ein paar Prellungen davon, waehrend der Surfer mit dem Motorboot zurueck geholt werden musste.
Ansonsten ist es noch ziemlich ruhig hier beim Arbeiten, da die Saison erst spaeter beginnt. Aber das ist ganz gut so, um sich ein bisschen einzuarbeiten. Ab und zu gebe ich ein paar Surflektionen und ansonsten etabliere ich mich gerade als Heimwerkerkoenig der Surfschule.

Also dann, bis bald, Dani.